Bei einem Blumenstrauß wurde sie verlegen

Esther Sedlaczek Cover

Kurzinfo Esther Sedlaczek

Als TV-Sender Sky in einem groß angelegten Casting aus mehr als 2.700 Bewerberinnen eine neue Moderatprin suchte, stand sie am Ende als strahlende Siegerin fest. Seither ist Esther Sedlaczek fester Bestandteil der wöchentlichen Fußball-Berichterstattung. Insbesondere an der Seite von TV-Urgestein Ulli Potofski weiß die gebürtige Berlinerin in der Sendung “Mein Stadion” zu glänzen. Im folgenden Interview spricht sie unter anderem über leicht alkoholisierte Studiogäste, die Faszination Fußball und welche Sportarten sie selbst gerne in ihrer Freizeit betreibt.

Das Interview

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Norman Habenicht: Hi Esther! Die Bundesligasaison 2013/14 ist so gut wie beendet. Wie sieht dein Programm für die Sommerpause aus?

Esther Sedlaczek: Entspannen, viel Sport treiben, reisen und die WM mit Freunden genießen!

Norman Habenicht: Du moderierst zusammen mit Ulli Potofski jeden Freitag auf Sky die Sendung “Mein Stadion”. Dort berichtet ihr live zumeist aus irgendwelchen Kneipen aus der Stadt des Heimatteams des Spiels vom Freitagabend. Durch die relativ späte Sendezeit trefft ihr da nicht selten auf Alkohol geschwängerte männliche Fußball-Fans. Brauchst du da als Frau nicht ein ziemlich dickes Fell? Welche Situation wirst du in Zusammenhang mit der Sendung nicht so schnell vergessen?

Das ist eher angenehm als unangenehm am Freitagabend aus einer Fußballkneipe zu senden.

Esther Sedlaczek: Alles eine Frage der Gewohnheit! (lacht) Irgendwann weißt du was dich erwartet. Und außerdem ist das harmloser als man glaubt. Bislang wurden wir auch von den teils etwas angeheiterteren nett behandelt. An was ich mich besonders gern erinnere ist der Strauß Blumen, der mir in einer der letzten Sendungen der vergangenen Saison von einem Fan geschenkt wurde. Der Mann war total aufgeregt, hat die Blumen extra besorgt. Da bin ich ordentlich rot geworden. Schokolade und andere Dinge wurden mir auch schon mitgebracht. Also du siehst: Das ist eher angenehm als unangenehm am Freitagabend aus einer Fußballkneipe zu senden.

Norman Habenicht: Wir haben jetzt schon seit vielen Jahren unsere erste Bundeskanzlerin. Frau Merkel wird jedoch nicht in jedem Interview gefragt, ob sie es nicht komisch findet diesen Job auszuüben. Warum glaubst du ist das bei dir und deinen Kolleginnen anders? Ständig wird das Thema “Frauen und Fußball” wieder aus der Schublade geholt…

Esther Sedlaczek: Die Frage langweilt mich. Was soll ich dazu sagen? Ich liebe diesen Sport, ich liebe das Fußballspiel als Event, ich liebe die Stadionatmosphäre. Ich mache es mal kurz: Ich liebe meinen Job. Das sollte als Antwort reichen. (grinst)

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Da wird Leidenschaft gelebt. Da LEBST du im wahrsten Sinne des Wortes.

Norman Habenicht: Hast du dich schon immer für Fußball interessiert, oder hat sich das erst irgendwann entwickelt? Vielleicht gab es ja sogar ein einschneidendes Ereignis in deiner Jugend…

Esther Sedlaczek: Das war bei mir ein natürliches Interesse. Irgendwann hat es mich mal ins Fußballstadion getrieben. Da brauchte es gar keinen fußballverrückten Vater. Und kaum war ich einmal dort, hat es mich gepackt. Da wird Leidenschaft gelebt. Da LEBST du im wahrsten Sinne des Wortes. Wann machen wir in 90 Minuten schon mal alles von Enttäuschung, über Euphorie bis hin zur absoluten Begeisterung mit!?

Norman Habenicht: Du hattest in den vergangenen Jahren die Gelegenheit, eine Vielzahl an großen Persönlichkeiten kennenzulernen. Gibt es einen Menschen, der dich am meisten beeindruckt hat? Und jetzt sag´ nicht Illi Potofski…

Esther Sedlaczek: Ulli Potofski. (lacht)

Bitte vervollständige folgende Sätze:

Für den Fall, dass ich irgendwann mal ein Angebot bekomme das Aktuelle Sportstudio zu moderieren… wäre das ein Kompliment.

Bei den WM-Spielen der deutschen Nationalmannschaft in Brasilien werde ich… mit meinen Freunden auch mal wieder FAN sein.

Wenn ich selbst aktiv Sport treibe… dann mache ich alles von A-Z. Also fast. Joggen, Yoga, Pilates, Boxen. Abwechslung muss sein, sonst bin ich zu schnell gelangweilt.

Die drei schönsten Städte Deutschlands sind für mich… Berlin, Hamburg, Köln. Auf die inneren Werte kommt es an.

An einem perfekten Samstag ohne Arbeit… gehe ich als erstes laufen, dann schön und ausgiebig frühstücken und ab 14 Uhr gibt’s auf SKY die volle Fußballladung.

strich

Mehr zu Esther Sedlaczek im Internet:
Offizielle Webseite
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strich
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