Das Geheimnis ihrer Schoko-Diät

Ruth Moschner Cover

Kurzinfo Ruth Moschner

Die meisten TV-Zuschauer kennen sie schon seit ihrer Zeit bei Freitag Nacht News. Dort verdrehte sie vor allem den männlichen Fans als Agentin Doppel-D den Kopf. Doch Ruth Moschner ist mittlerweile viel mehr – sie hat sich neben der Moderation im Laufe der Jahre auch als Schauspielerin ud Autorin einen Namen gemacht. Warum sie von Kalorien zählen überhaupt nichts hält, was ihr an Grill den Henssler besonders gut gefällt und was sie mit einem schwarzen Lederanzug und Tigertanga verbindet, hat sie mir in einem äußerst unterhaltsamen Gespräch verraten.

Das Interview

Nadine Dilly / Amant Maitresse

Nadine Dilly / Amant Maitresse

Norman Habenicht: Hi Ruth! Du zählst Schokolade zu einem Grundnahrungsmittel und bist von Kalorienzählern genervt. War das schon immer so, oder hast du dir den entspannten Umgang mit Essen erst im Laufe der Jahre “antrainiert”?

Ruth Moschner: Nein, das hat sich erst sehr langsam entwickelt. Zuerst habe ich es ja selbst nicht geglaubt, dass meine Schoko-Diät so gut funktioniert. Ich habe ja erst eineinhalb Jahre nachdem ich abgenommen habe, neue Hosen gekauft, weil ich immer noch auf den Jojo-Effekt gewartet habe. Inzwischen bin ich so dankbar für meinen Geistesblitz – ja, auch blonde Hühner finden manchmal kluge Körner – und trete deshalb gerne als Werbeträgerin für die Wunderwaffe Kakao ein! Ich glaube, in unserer heutigen Überflussgesellschaft, in der man permanent mit Reizen konfrontiert wird, die unser Gehirn durch ausgeklügelte Werbestrategien nicht mehr zwischen Gut und Böse unterscheiden kann, muss genießen wieder neu erlernt werden.

Es ist, wie in einem Feld voller reifer Erdbeeren zu stehen aus denen man tausend tolle Sachen zaubern kann.

Norman Habenicht: Seit April arbeitest du an der Seite von Steffen Henssler als Moderatorin der Sendung “Grill den Henssler”. Wurdest du direkt gefragt, oder gab es ein Casting? Was gefällt dir an der Show besonders gut im Vergleich zu deinen vorherigen Jobs?

Ruth Moschner: Es gab kein Casting, die Show wurde mir sozusagen geschenkt mit Steffen Henssler als Sahnehäubchen oben drauf. (lacht) Die Sendung macht irre viel Spaß. Es ist, wie in einem Feld voller reifer Erdbeeren zu stehen aus denen man tausend tolle Sachen zaubern kann. Steffen ist die Wundertüte, da entdeckt man immer was Neues, Calli, Heinz und Enie meine ganz persönliche Muppetshow und die Promis sind wie wechselnde Spielkameraden, es wird einfach nie langweilig.

Norman Habenicht: Von 2000 bis 2005 warst du fester Bestandteil der erfolgreichen RTL-Show “Freitag Nacht News”. Woran erinnerst du dich besonders gerne zurück, wenn du an diese Zeit denkst? Gibt es da eine besonders lustige Geschichte?

Nadine Dilly / Amant Maitresse

Nadine Dilly / Amant Maitresse

Ruth Moschner: Die Freitag Nacht News waren vor allem eins: sehr körperlich. Zum einen hat das natürlich meine Rolle mit sich gebracht: eine Nachrichtensprecherin mit zu kleinen Oberteilen, deren oberster Knopf längst die Hoffnung und den Halt aufgegeben hatte… zum anderen natürlich meine Kollegen Henry und Volker. Lustiges vorzutragen und dabei ernst zu bleiben, während der Kerl neben Dir verzweifelt mit den Nüstern bebt, erfordert Höchstleistung! Da kam es schon mal zu minutenlangen Lachanfällen, die sogar manchmal ausgestrahlt wurden, sehr zur Freude der Zuschauer. Und zum dritten die ulkigsten Situationen bei den Sketchen zu General Moschner und Agentin Doppel-D. Ich kann zum Beispiel keinem empfehlen, bei 35 Grad im Schatten in Higheels und schwarzem Kunstleder auf einen Golfplatz zu gehen. Oder ein anderes Mal musste ich einen ganzen Tag lang in meinem schwarzen Lederanzug auf einem Bett liegen, mit einem Typ, der nur mit einem Tigertanga bekleidet war. Gut, er hatte definitiv das schickere Kostüm erwischt und alle Kollegen um ihn herum haben ausreichend Bilder geschossen. Zum Glück gab es damals noch kein Facebook!

Die Freitag Nacht News waren vor allem eins: sehr körperlich.

Norman Habenicht: Du hast auch schon ein paar Ausflüge in die Schauspielerei unternommen. Könntest du dir vorstellen die Moderation aufzugeben, und dich stattdessen voll und ganz auf Film und Fernsehen zu konzentrieren?

Ruth Moschner: Nein, mir gefällt es sehr, als Moderatorin aus der zweiten Reihe die Strippen zu ziehen. Man kann ja doch wahnsinnig viel beeinflussen, ohne dass das Publikum sowas bewusst wahrnimmt. Das gefällt mir sehr gut. Allerdings freue ich mich auch immer wieder, wenn ein tolles Rollenangebot kommt. Ich warte ja immer noch auf den einen Anruf, in dem es heißt: Frau Moschner, SIE sind unser neuer James Bond! Und wenn der kommt, ja, dann würde ich auch mal länger mit der Moderation pausieren. Allerdings würde ich mich beruflich eher als Moderatorin und Autorin bezeichnen, Schauspielerei ist toll, aber sicher nicht mein Hauptberuf, eher eine Passion. (grinst)

Norman Habenicht: Als Autorin hast du mittlerweile schon fünf Bücher auf den Markt gebracht – darunter zwei Romane, zwei Kochbücher, sowie ein Sachbuch. Hast du schon eine Idee, worum es in deinem nächsten Werk gehen könnte?

Ruth Moschner: Ich arbeite seit längerem an einem neuen Buch rund um gesunde Ernährung, die Spaß macht. Ich liebe es zu Kochen und Backen, und möchte anderen zeigen, dass man mit tollen Zutaten viel mehr bewegen kann, als einfach nur satt werden. Essen ist gesellschaftliches Ereignis, Genuß, Sinnlichkeit und Vergnügen und soll keine fiesen Konsequenzen haben. Das heißt, immer, wenn ich zuhause bin, wird geköchelt, gebacken, experimentiert und an meine Versuchskaninchen verfüttert. Es geht gar nicht darum, dass man jetzt NUR noch gesund essen soll, aber man hat eben Phasen, da braucht man mehr Energie oder möchte nach einer Stressphase entgiften, detoxen, wie man neudeutsch so schön sagt, und dafür sind meine Rezepte ganz toll.

Bitte vervollständige folgende Sätze:

Video- und Computerspiele sind für mich… eine tolle Methode mal das Gehirn freizukriegen!

Wenn ich Entspannung suche… dann gehe ich zum Sport.

Der bislang schönste Urlaubsort von mir… Israel, Sibirien, Südafrika, China,… oh Gott, ich hab ständig Fernweh!!

Während der Spiele der deutschen Mannschaft bei der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft… bin ich wer anders, gröle laut Fußballlieder und trinke Bier, obwohl ich sonst eher ohne Alkohol lebe.

Der Arbeitskollege, dem ich am meisten zu verdanken habe… da fallen mir zwei ein. Zum einen ist das Karl Dall, der mich in meinem Schaffen immer unterstützt, sich oft eingesetzt hat, Ratgeber und Freund ist und zum anderen Jan Hofer, der einer der tollsten Kollegen überhaupt ist, ein Wahnsinns-Kamerad, kluger Kopf, Freund und mit einer Hilfsbereitschaft und Geduld ausgerüstet, die ich so bisher noch nicht erlebt habe.

strich

Mehr zu Ruth Moschner im Internet:
Offizielle Webseite

strich
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