Welt-Hockeyspieler mit Blick über den Tellerrand

Moritz Fürste © Alexander Siebelt

Kurzinfo Moritz Fürste

Welt- und Europameister, Olympiasieger, Gewinn der Euro Hockey League und der India Hockey League – die Trophäensammlung des Hamburgers liest sich beeindruckend. 2012 wurde Moritz Fürste, der schon seit seiner Kindheit beim Uhlenhorster HC aktiv ist, sogar zum besten Hockeyspieler der Welt gekürt. Über seine Erfahrungen bei seinen drei Stationen im Ausland, seine Reise in diesem Sommer nach Brasilien und was er von dem typischen Hockeyspieler-Getränk “Kalte Muschi” hält, erzählt Fürste im folgenden Interview.

Das Interview

Norman Habenicht: Moin Moritz! Du bist in der Hockey-Hochburg Hamburg aufgewachsen und schon seit der Jugend für den Uhlenhorster HC aktiv. Drei Mal hat es dich jedoch in die Ferne gezogen. Welche Erfahrungen konntest bei diesen drei Stationen im Ausland sammeln?

Moritz Fürste: Australien, Indien und Spanien sind natürlich völlig unterschiedliche Kulturen. Dementsprechend konnte ich unheimlich viele Eindrücke auf den verschiedensten Gebieten sammeln. Ich möchte keine davon missen. Man lernt viel über die Menschen und auch über sich selbst. Aus sozialen Gesichtspunkten gibt es wahrscheinlich keine bessere Schule…

Moritz Fürste, Jan Philipp Rabente © Alexander Siebelt

Moritz Fürste, Jan Philipp Rabente © Alexander Siebelt

Jedes Turnier, jede Medaille hat seine eigene Intensität und Geschichte.

Norman Habenicht: Für dein Gastspiel in Indien hast du ziemlich viel Geld bekommen. Gab es aus deinem Umfeld auch kritische Stimmen wegen des Schritts in die “zusammengekaufte” India Hockey League?

Moritz Fürste: Keine Einzige.

Norman Habenicht: Eine außergewöhnliche Erfahrung waren auch die beiden Olympiasiege 2008 und 2012. Versuche doch bitte mal, beide Triumphe miteinander zu vergleichen. Gab es Unterschiede in Puncto Freude, Intensität o.ä.? Man munkelt ja, dass Sascha Hehn etwas länger gebraucht hat, um sein Traumschiff wieder seetauglich zu renovieren.

Moritz Fürste: Man kann Turniere nicht vergleichen, schon gar nicht 2 Goldmedaillen. Jedes Turnier, jede Medaille hat seine eigene Intensität und Geschichte. Das macht es so besonders. Beides waren unheimlich emotionale Momente in meinem Leben, die ich hoffentlich nie mehr vergessen werde. Und wer ist Sascha Hehn?

Norman Habenicht: Feucht-fröhlich war sicherlich auch dein Trip zur Fußball-WM nach Brasilien. Wie hast du die Zeit in Südamerika erlebt?

Moritz Fürste: Feucht-Fröhlich war der ehrlich gesagt, bis auf das im Regenbruch stattfindende Spiel Deutschland – USA in Recife, gar nicht. Wir haben uns jede Menge angeschaut, auch im Hinblick auf Olympia 2016 schon mal vorgefühlt was da so los sein wird und die Wahnsinnsstimmung in dieser tollen Stadt genossen. Alles in allem eine Traumreise, die ich mir schon lange gewünscht hatte.

Norman Habenicht: Welche sportlichen und beruflichen Pläne möchtest du gerne noch verwirklichen?

Moritz Fürste: Sportlich möchte ich in Rio um Medaillen kämpfen und mit meinem Verein noch ein paar Jahre um die DM mitspielen. Beruflich lasse ich alles auf mich zukommen. Jetzt steht erstmal die Masterarbeit vor der Tür und dann schaue ich weiter. Ich freue mich aber sehr auf das was da so kommt…

Bitte vervollständige folgende Sätze:

Mein sportliches Vorbild ist… noch nicht geboren.

Das Besondere an den Olympischen Spielen ist… das Miteinander der sportler und das Leben im Dorf.

An einem perfekten Samstag… kann ich mit meiner Freundin in Ruhe ausschlafen und Frühstücken und abends mit Freunden was Essen gehen und versacken, weil wir Sonntag frei haben.

Kalte Muschi bedeutet für mich… nichts – ich mag das überhaupt nicht.

Der Hockeyclub für den ich niemals auflaufen würde… ist UP Wizards aus Indien.

strich

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strich
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