Amerikaner und Wakeboarding haben es ihm angetan

gregor-teicher_beitragsbild

Kurzinfo Gregor Teicher

Viele kennen ihn noch von Giga TV. Mittlerweile hat es Gregor Teicher zum Sport gezogen. Beinahe täglich fungiert er als Anchorman für Sky Sport News HD. Was er an seinem Team besonders gerne mag, wie so ein Arbeitstag bei SSNHD genau aussieht und worum er die USA toll findet erfahrt ihr im folgenden Interview.

Das Interview

gregor-teicher_Wakeboard_7_nah_400px

Norman Habenicht: Hi Gregor! Du bis beinahe täglich für Sky Sport News HD im Einsatz. Was gefällt dir an deinem Job am besten?

Gregor Teicher: Ganz klar das Team! Die Kollegen bei Sky Sport News HD sind ein ganz toller Haufen Sportverrückter, die rund um die Uhr alles für den Sender geben und mit Herz und Leidenschaft dafür sorgen, dass am Ende ein Top-Programm über den Äther geht.

Und dass Du vor einer Schicht letztendlich nie weißt, was auf Dich zukommt. Du denkst, „ach – heute wird’s sicher eher ruhig…“ und dann platzt die Nachricht rein, dass Michael Schumacher einen schweren Skiunfall hatte und alles wird auf den Kopf gestellt. Das ist das extrem Spannende am News-Business, auch wenn’s „nur“ Sportnews sind.

Manchmal sagen mir Leute, dass mein Moderationsstil ziemlich amerikanisch sei – bin nicht sicher, ob das immer als Kompliment gemeint ist, aber ich nehme es jedenfalls so.

Norman Habenicht: Beschreibe doch mal einen typischen Arbeitstag von dir, damit sich die Nachwuchsjournalisten mal ein konkreteres Bild von diesem – für viele Sportbegeisterten – Traumberuf machen können.

Gregor Teicher: Außer bei der Frühschicht, die nun mal schon um vier Uhr beginnt, führt mich der Weg zur Arbeit immer bei einer großen Kaffeehauskette aus Seattle vorbei. Du weißt schon: Der Laden, bei dem Cathy Fischer auch immer ihren Soya Latte holt. Da war ich früher in Düsseldorf bei GIGA schon Stammgast und daran hat sich auch in München nichts geändert.

Unsere Schicht beginnt dann ja drei Stunden bevor wir schließlich auf Sendung gehen. Genügend Zeit also, um sich mit dem diensthabenden CvD über die Themen der Sendung abzusprechen, Moderationstexte zu schreiben, sich auf Interviews mit Gästen vorzubereiten und schließlich in Garderobe und Maske zu gehen.

gregor-teicher_anzug_Sky_Studio_400px

Einmal auf Sendung, läuft der Hase eigentlich. Aber immer wieder kommt auch frisches Material rein – Beiträge, die wir noch nicht gesehen haben oder aktuelle Meldungen. Dann gilt es flexibel zu sein und zu improvisieren. Das sind dann die Momente, in denen mir meine Vergangenheit beim Jugendsender GIGA am meisten zugutekommt. Da gab’s nämlich keinen Prompter, keine Skripte, kein gar nix. Nur eine ungefähre Idee, was rübergebracht werden sollte.

Am Ende der Schicht gibt’s dann noch die Semesterkritik mit dem CvD, man redet über Dinge, die während der Sendungen aufgefallen sind, auch über Fehler und gibt das an die Kollegen der nächsten Schicht weiter. Dann geht’s je nach Tageszeit Heim oder noch ein paar Stündchen aufs Wakeboard. (grinst)

Norman Habenicht: Du hast ein Jahr an der UC Davis in Kalifornien studiert. Wie kam es dazu und welche Erfahrungen nimmst du aus dieser Zeit mit?

Gregor Teicher: Dazu könnte ich eigentlich ein ganzes Buch schreiben und vielleicht mache ich das auch irgendwann noch. Die UCD ist jedenfalls die Partner-Uni meiner Alma Mater, der Heinrich-Heine Universität in Düsseldorf und so war das damals der unkomplizierteste Weg über den Großen Teich. War eine Hammerzeit, die mich schon irgendwie geprägt hat, genauso wie die Menschen, die ich getroffen hab. Eine Handvoll dieser Menschen sind für mich heute noch mehr Familie als nur Freunde.

Bevor ich missverstanden werde – ich sage nicht, dass drüben alles besser ist, aber bei so ein paar Dingen könnten wir uns schon ein, zwei Scheibchen abschneiden. Zum Beispiel liebe ich den Optimismus und die Kontaktfreudigkeit der Amis, was Ihnen hierzulande zu Unrecht oft als Oberflächlichkeit ausgelegt wird.

Und ich bin ein Fan von Sportübertragungen da drüben. Der Entertainment-Faktor spielt da einfach eine viel größere Rolle als bei den meisten Sendern in Deutschland. Sky erfüllt da meiner Meinung nach schon eine echte Vorreiterrolle. Manchmal sagen mir Leute, dass mein Moderationsstil ziemlich amerikanisch sei – bin nicht sicher, ob das immer als Kompliment gemeint ist, aber ich nehme es jedenfalls so.

Norman Habenicht: Du warst vergangene Saison auch als Ersatzmann bei Samstag Live! im Einsatz und hast dafür viel Lob bekommen. Warum konnte sich dieses Format deiner Ansicht nach nicht durchsetzen? Könntest du dir für die Zukunft die Moderation einer ähnlichen Sendung vorstellen?

gregor-teicher_Wakeboard_2_400px

Und mal keinen Schlips zu tragen, sondern T-Shirt und Jeans ist natürlich auch toll.

Gregor Teicher: Die Einsätze bei Samstag LIVE! waren echt super! Die Kollegen vor und hinter der Kamera haben mich toll aufgenommen und mir die Einsätze echt leicht gemacht.

Warum sich SL! am Ende nicht durchgesetzt hat, ist schwer zu sagen – gerade für mich als Außenstehender. Vielleicht war die Show mit drei Stunden zu lang, vielleicht stellt sich bei den Zuschauern aber auch einfach eine gewisse Fußball-Übersättigung ein, nachdem sie bei Sky – mit der 2. Liga eingerechnet – bis dahin acht Stunden Live-Fußball nonstop gesehen haben.

Die Interaktion mit den Zuschauern und das Wohnzimmergefühl haben mich natürlich stark an meine ersten Jahre vor der Kamera bei NBC GIGA erinnert. Und mal keinen Schlips zu tragen, sondern T-Shirt und Jeans ist natürlich auch toll. Also wenn Sky wieder ein ähnliches Format ausprobieren will, werde ich sicher ganz laut „HIER!“ schreien…

Norman Habenicht: Wenn man so viel mit Fernsehen zu tun hat wie du – schaut man dann an seinen freien Tagen trotzdem noch TV, oder ist dann eher Ruhe angesagt?

Gregor Teicher: Wie schon erwähnt, lege ich tatsächlich großen Wert darauf, meine Freizeit zu zelebrieren, das Meiste aus ihr herauszuholen. Normalerweise gibt’s dann jede Menge Sport an der frischen Luft – im Sommer eben auf dem Wakeboard, im Winter in den Bergen.

Aber das Schöne an Sky ist ja, dass ich per Sky Go und Sky Anytime jederzeit Filme und Serien schauen kann, wann immer ich will. Bin da eigentlich schon ein kleiner Junkie. The Newsroom, House of Cards, True Detective, Entourage – um hier nur ein paar meiner Lieblingsserien zu nennen.

Bitte vervollständige folgende Sätze:

Meine Zeit bei Giga TV… hat mich perfekt auf eine Karriere im Live-TV vorbereitet – danach kann dich echt nichts mehr schocken. (lacht)

Mein Fußball-Herz schlägt für… Düsseldorf am Rhein! Ist fast genau so übrigens sogar eine Textzeile aus einem Fortuna-Schlachtruf. Aber für meine Jugendliebe Bayer Leverkusen schlägt’s auch immer noch.

Um mich selbst fit zu halten… springe ich so oft ich kann auf mein Wakeboard. Erwähnte ich das schon? Da bin ich leider echt süchtig – kein Witz!

Ein romantisches Dinner hätte ich gerne mal… na, natürlich mit meiner Freundin. Aber wenn Nora Tschirner jetzt UNBEDINGT mal gemeinsam essen gehen wollen würde, wäre es schon verdammt schwer, ihr einen Korb zu geben. (lacht)

Das schönste Erlebnis meiner beruflichen Karriere war… der Anruf meines heutigen Senderchefs Roman Steuer: „Herr Teicher, wir hätten Sie gerne in unserem Team…“

strich

Mehr zu Gregor Teicher im Internet:

Facebook Fanpage

Offizielle Webseite

strich
Dir gefällt 5einhalb.de? Folge uns in den sozialen Netzwerken! 5einhalb.de auf Facebook 5einhalb.de auf Google+ RSS Feed abonnieren