Kein fauler Zauber – über VIVA in die Politik!

Tobias Schlegl Cover

Kurzinfo Tobias Schlegl

Er gehörte zu den jüngsten und frischesten Gesichtern des ehemaligen deutschen TV-Musiksenders VIVA. Mittlerweile hat er jedoch einen großen Schritt in seiner Karriere gemacht und ist hauptsächlich in politischen Themen zu Hause. Seine Lockerheit und Leichtigkeit hat er dabei aber zum Glück nie verloren.

Mit Tobias Schlegl macht auch den jüngeren Zuschauern Politik Spaß. Warum er als Teenager in die Fußstapfen von David Copperfield treten wollte und noch viel mehr, erfahrt ihr in dem nun folgenden Interview mit dem sympathischen TV-Mann.

Das Interview

© Oliver Reetz

© Oliver Reetz

Norman Habenicht: Hi Tobi! Ich hatte mit 13 Jahren einen Zauberkasten, da war ein Mann mit etwas längerem Haar und Zauberstab abgebildet. Meine Tricks waren eher selten von Erfolg geprägt, so dass ich schnell die Lust verlor. Das sah bei dir im gleichen Alter schon deutlich besser aus. Du hast es sogar in den „Magischen Zirkel Deutschland“ geschafft…

Tobias Schlegl: Ich wollte damals unbedingt wissen, wie der Herr Copperfield die Freiheitsstatue verschwinden gelassen hat oder durch die chinesische Mauer gewandert ist. Deshalb hab ich nach einer Zauberschule bei mir in der Nähe gesucht und die auch gefunden. Da wurde dann mein Ehrgeiz geweckt und ich wollte unbedingt meine Aufnahmeprüfung in den Magischen Zirkel von Deutschland schaffen. Tja, das waren tatsächlich meine ersten Bühnen-Geh-Versuche.

Norman Habenicht: Zu den Glanzzeiten des Musik-TV-Senders VIVA warst du einer der Moderatoren, bist aber auch noch zur Schule gegangen. Was hat dir an dieser Zeit besonders gut gefallen und worauf hättest du auch gut verzichten können? Gibt es eine bestimmte Geschichte, an die du dich besonders gerne zurück erinnerst?

…die Ärzte. Die wollte ich wirklich unbedingt kennenlernen. Hat auch geklappt. Ich durfte sogar mit ihnen kochen.

Tobias Schlegl: Als Musikfan hat es mir natürlich gefallen, dass ich meine Lieblingsbands treffen konnte, z.B. die Ärzte. Die wollte ich wirklich unbedingt kennenlernen. Hat auch geklappt. Ich durfte sogar mit ihnen kochen. Die Belastung, gleichzeitig noch mein Abi zu machen, war natürlich nicht ohne. Nach der Live-Sendung am Nachmittag musste ich dann eben abends noch Zuhause ran. Viel Zeit für andere Dinge war da nicht mehr.

Norman Habenicht: Von 2007 bis 2011 hast du das politische Satiremagazin extra 3 moderiert. Aus meiner persönlichen Sicht warst du dafür nicht nur die optimale Besetzung, sondern hast in der Zeit auch endgültig das VIVA-Image abgelegt. Hast du das auch so wahrgenommen? Warum wolltest du die Sendung nicht mehr weitermachen nach den erfolgreichen Jahren?

Tobias Schlegl: Mein Weg zu „extra 3“ war ein Glücksfall, der genau zu meiner inneren Einstellung gepasst hat. Ich sehe mich als politischer Mensch und wollte unbedingt über Politik berichten. Deshalb hat das genau gepasst. Nach vier Jahren muss ich aber zugeben, dass sich gewisse Dinge und Abläufe einfach wiederholt haben. Und da ich mich relativ schnell langweile und neue Herausforderungen suche, wollte ich mich dann weiterentwickeln und habe mich nach neuen Dingen umgeschaut. Bei „aspekte“ habe ich dann ein neues Zuhause gefunden, das mich ordentlich fordert. Aber „extra 3“ werde ich auch weiterhin verbunden bleiben und immer mal wieder Filme für die drehen.  

© Oliver Reetz

© Oliver Reetz

Ich sehe mich als politischer Mensch und wollte unbedingt über Politik berichten.

Norman Habenicht: Du hast dich mit dem Buch „Zu spät?“ vor einigen Jahren auch als Autor versucht. Ein einmaliger Ausflug oder hat dir die Arbeit ebenso viel Spaß gemacht, wie die vor der Kamera?

Tobias Schlegl: Die Themen Nachhaltigkeit und Protest waren dabei entscheidend. Mittlerweile zwei Kernthemen von mir. Für das Buch konnte ich durch Deutschland reisen und viele engagierte Menschen treffen. Das war eine tolle Zeit. Und gleichzeitig habe ich Fernsehen und Buch verbunden. Nach dem Buch lief ja die Dokumentation „Schlegl sucht die Wahrheit“ im NDR – quasi eine Verfilmung des Buches.

Norman Habenicht: Ein wichtiger Bestandteil in deinem Leben ist die Musik. Bist du selbst auch noch in einer Band? Welche Konzerte besuchst du am liebsten?

Tobias Schlegl: Meine Lieblingsbands sind die Foo Fighters, die Ärzte und die Beatsteaks. Wenn die mal in meiner Nähe spielen, bin ich jederzeit zur Stelle. Ich bin unfassbar gespannt auf das neue Beatsteaks-Album, das ja irgendwann in diesem Jahr noch erscheinen soll. Und manchmal, ja manchmal hole ich sogar meine eigene Klampfe raus. Aber für eine richtige Band fehlt mir derzeit echt die Zeit.

Bitte vervollständige folgende Sätze:

Fußball ist für mich… eine Ablenkung, die mein Hirn entspannt.

Die Absetzung von „Wetten, dass..?“… find’ ich schade. Was soll ich denn jetzt auf die Frage: „Welche Sendung willst du mal moderieren?“ antworten?

Als ich bei VIVA anfing fand ich Stefan Raab… äußerst talentiert.

Dass die Leute mich auf der Straße erkennen und ansprechen,… ist doch schön. (grinst) 

strich

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