Auf den Gold-Spuren von Georg Hackl

Felix Loch Cover

Kurzinfo Felix Loch

Vergangenen Winter war er das Nonplusultra im Rodel-Sport. Weltmeister, Olympiasieger…die wichtigsten Titel hat dieser junge Mann schon in seiner Trophäensammlung. Felix Loch ist auf dem besten Wege, in die großen Fußstapfen von Georg Hackl zu treten. Der unterstellte ihm noch kleinere Schwächen am Weißbierglas, doch auch in dieser Disziplin hat er sein Idol nur wenige Tage später eines Besseren belehrt. Was es mit dieser Geschichte auf sich hat, wann er den Grundstein für eine erfolgreiche Saison legt, und wie er zum Golfsport steht, erfahrt ihr im folgenden Interview mit einem äußerst sympathischen Weltklasse-Sportler.

Das Interview

Norman Habenicht: Hi Felix! Wir haben gerade Hochsommer und du bist auf dem Weg ins Trainingslager. Entscheidet sich vor allem in dieser Zeit der Vorbereitung, ob es im Winter eine gute oder eine schlechte Saison wird?

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Felix Loch: Ja, das stimmt. An dem Satz “Ein guter Wintersportler wird im Sommer gemacht!” ist wirklich was dran. Ob ich im Winter erfolgreich bin hängt nämlich davon ab wie fit ich mich den Sommer über mache. Das bedeutet vor allem: Viele Stunden im Kraftraum stehen, viel Rad fahren oder am Schlitten tüfteln.

An dem Satz “Ein guter Wintersportler wird im Sommer gemacht!” ist wirklich was dran.

Norman Habenicht: Dein Vater Norbert ist gleichzeitig dein Trainer. Kommt es oft vor, dass ihr aufgrund sportlicher Differenzen privat kurzzeitig kein Wort mehr miteinander wechselt?

Felix Loch: Nein, das kommt wirklich kaum vor. Wir versuchen Privates und Berufliches zu trennen. Das gelingt uns super.

Norman Habenicht: Acht Mal Weltmeister, drei Mal Olympiasieger – versuche doch mal die Faszination Olympia in wenigen Sätzen zu beschreiben. Du durftest dieses Jahr bei der Schlussfeier in Sotchi sogar die deutsche Fahne tragen.

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Felix Loch: Olympia ist was ganz Besonderes. Das liegt auch daran, dass wir als Deutsches Team eine tolle Mannschaft sind und im olympischen Dorf immer richtig Spaß haben. Dadurch dass wir Wintersportler bei einer „normalen“ Saison auf der ganzen Welt verstreut sind, sehen wir uns kaum. Bei Olympia ist das anders: wir feiern zusammen, leiden gemeinsam, wenn es mal nicht so klappt und verbringen dort einfach eine tolle Zeit miteinander.

Norman Habenicht: Eines deiner größten Hobbys ist Golf – vor knapp zwei Wochen hast du sogar ein Turnier gewonnen. Was begeistert dich so sehr an diesem Sport und wie häufig gehst du auf die Driving Range zum Üben?

Bei Olympia ist das anders: wir feiern zusammen, leiden gemeinsam, wenn es mal nicht so klappt und verbringen dort einfach eine tolle Zeit miteinander.

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Felix Loch: Ja stimmt. Golf ist wirklich ein toller Sport! Ich kann da so richtig abschalten und mich einfach nur auf diese kleine weiße Kugel konzentrieren. Golfen ist vor allem ein super Ausgleich: endlich mal nicht im Kraftraum oder in der Werkstatt stehen. Golfen geh ich immer dann wenn es die Zeit zulässt – das kommt mal mehr und mal weniger vor. Beim Pro-Am der BMW Open dabei gewesen zu sein, war natürlich mega! Wir Rodler waren mit Bernd Wiesberger in einem Flight, das war super. Und das Beste: Wir konnten sogar gewinnen – unglaublich! (lacht)

Norman Habenicht: Georg Hackl hat nach deinem zweiten Olympiasieg gesagt, dass du nicht so gut Weizenbier trinken kannst wie er. Hast du in puncto Feiern noch Nachholbedarf, oder ist der Hackl Schorsch in der Hinsicht einfach eine Klasse für sich?

Felix Loch: (lacht) Ich glaub, nach unserem Staffelsieg in Sochi hat er seine Meinung schnell wieder revidiert, wir haben nämlich ordentlich gefeiert! (lacht) Nach meiner ersten Medaille war es mir wichtig mich noch einmal gut auf den Teamwettbewerb vorzubereiten. Als dann alles vorbei war und sowohl Natalie als auch die beiden Tobis Gold gewonnen haben, knallten dann schon ordentlich die Korken.

Bitte vervollständige folgende Sätze:

Fußball ist für mich… fast so wichtig wie Rodeln! (grinst)

Um noch mehr Menschen für den Rodelsport zu begeistern würde ich… sogar halbnackt die Bahn runterfahren! (lacht)

Ein Abendessen zu zweit hätte ich gerne mal mit… meiner Freundin Lisa – wem sonst?! (lacht)

Nach dem Ende meiner aktiven Karriere… werde ich den ganzen Winter Ski fahren gehen!

Der schönste Ort auf Erden ist für mich… die Couch daheim!

strich

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