“Wer everybody’s darling ist, ist nobody.”

Harald Gööckler Cover

Kurzinfo Harald Glööckler

Er ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten in Deutschland. Seine Arbeiten als Modeschöpfer verbinden Eleganz mit einem großen Maß an Tragekomfort.

Harald Glööckler hat das gewisse Etwas – wie auch mein Interview mit der Stilikone eindrucksvoll unter Beweis stellt…

Das Interview

© Foto: Thomas Lohnes / actionpress für PR4YOU

© Foto: Thomas Lohnes /
actionpress für PR4YOU

Norman Habenicht: Hallo, Herr Glööckler! Sie haben kürzlich bekanntgegeben, dass Sie mit Ausnahme der QVC Verkaufssendungen nicht mehr im Fernsehen auftreten möchten. Wie kam es zu diesem Entschluss?

Harald Glööckler: Alles hat seine Zeit. Es war zu dieser Zeit richtig, diese Dokus zu machen. Momentan sehe ich das nicht. Das was ich sehe, ist eine Medienlandschaft, eine Entwicklung des Fernsehens auf teilweise sehr primitivem Niveau. Zum Teil, den Einschaltquoten geschuldet, möchte man dem gewogenen Zuschauer weniger dokumentieren als inszenieren. Man möchte Faken, wenn ich das mal so salopp sagen darf. Und da mache ich nicht mit. Ich bin authentisch. Und es finden sich ja auch immer dankbar andere Testimonials, welche die von mir abgelehnten Formate annehmen. Man möchte mit Vorliebe Protagonisten, die nicht viel kosten und die das machen, was man ihnen sagt. Wenn die Produktionsfirma sagt “spring”, dann sollte der Protagonist höchstens noch fragen “Wie tief?”.

Als ich damals hörte, dass fast drei Millionen Kinder in Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt, unter der Armutsgrenze leben, war ich wirklich schockiert.

Norman Habenicht: Welche Begebenheit hat Sie dazu bewogen, den Harald Glööckler Angel Award ins Leben zu rufen?

Harald Glööckler: Zeit meines Lebens haben Frauen durch ihre Stärke, ihren unermüdlichen Einsatz für Familie und Gesellschaft auf mich immer eine große Faszination ausgeübt. Frauen sind meiner Meinung nach heute in unserer von Männern dominierten Welt leider immer noch benachteiligt. In manchen Ländern mehr, in anderen weniger – und das schmerzt mich sehr. Mit dem Angel Award möchte ich persönlich Frauen dafür danken, dass sie die Welt auf der wir leben, jeden Tag ein wenig schöner machen.

Harald Glööckler & Hollywood-Star Gina Lollobrigida © Foto: Detlef Zmeck für Harald Glööckler International GmbH

Harald Glööckler & Hollywood-Star Gina Lollobrigida
© Foto: Detlef Zmeck für Harald Glööckler International GmbH

Norman Habenicht: Sie sind Botschafter des Deutschen Kinderhilfswerkes. Um genau zu sein sind Sie dort Schirmherr des Kindernothilfefonds. Wie kam es zu diesem Engagement, und wie kann ich als Otto-Normalverbraucher dieses Projekt unterstützen?

Harald Glööckler: Als ich damals hörte, dass fast drei Millionen Kinder in Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt, unter der Armutsgrenze leben, war ich wirklich schockiert. Für mich war es ganz selbstverständlich, mich zu engagieren. Und das sollte es für alle Menschen sein. So kann es schließlich nicht weitergehen. Zu vielen Kindern in Deutschland fehlt es an Dingen, die für die meisten von uns ganz selbstverständlich sind: Warme Kleidung, Bücher, gesunde Nahrung. Wer helfen möchte, kann das ganz einfach tun, indem er das Deutsche Kinderhilfswerk zum Beispiel mit regelmäßigen Spenden unterstützt.

Von daher interessiert es mich nicht, wenn andere Menschen schlecht über mich reden. Neider gibt es überall auf der Welt.

Norman Habenicht: Sie sind extrem beliebt und werden sicherlich von Gott und der Welt auf der Straße angesprochen. Gibt es zwischendurch auch negative Reaktionen auf Ihr extravagantes Auftreten? Deutschland gilt nicht ohne Grund als ein Volk mit vielen Neidern…

Harald Glööckler: Hoffentlich gibt es auch diese Reaktionen. Alles was anders ist, was aus der Reihe fällt, wird ja zunächst immer mit Argwohn und Skepsis betrachtet. Was der Bauer nicht kennt… Aber mein Erfolg und meine Popularität zeigen ja, dass es deutlich mehr Menschen gibt, die sich gerade nach mehr Extravaganz und nach mehr Glamour in ihrem Leben sehnen. Ich habe so viele Fans, von denen ich täglich Post bekomme und die sich freuen, dass es jemanden wie mich gibt. Von daher interessiert es mich nicht, wenn andere Menschen schlecht über mich reden. Neider gibt es überall auf der Welt. Im Übrigen: Wer everybody’s darling ist, ist nobody.

© Foto: Thomas Lohnes / actionpress für PR4YOU

© Foto: Thomas Lohnes / actionpress für PR4YOU

Norman Habenicht: Ihre enorm hohe Bekanntheit kurbelt ja sicherlich nicht unwesentlich die Verkaufszahlen Ihrer Produkte an. Würden Sie von Zeit zu Zeit nicht doch gerne mit einer kleinen Schneiderei unter Ausschluss der Öffentlichkeit tauschen, aus der Sie nahezu unbemerkt Ihre Mode an die Menschen bringen können?

Harald Glööckler: Sie meinen, wie zum Beispiel Joanne K. Rowling, die ihren letzten Roman unter einem Pseudonym herausbrachte, um zu sehen, ob es sich dann immer noch verkauft? Nein, das Bedürfnis habe ich ehrlich gesagt nicht. Da mache ich mir auch keine Sorgen. Qualität wird sich meiner Meinung nach immer durchsetzen. Aber wieso sollte ich nicht meine Bekanntheit dazu nutzen, um den Verkauf meiner Produkte anzukurbeln?

Norman Habenicht: Verraten Sie mir zum Abschluss bitte noch eine persönliche Sache. Wie sieht bei Ihnen ein perfekter Samstag aus?

Harald Glööckler: Viel unspektakulärer als Sie es sich vielleicht vorstellen. An einem perfekten Samstag entspanne ich mich mit Herrn Schroth und meinem kleinen Papillon Billy King, lese ein Buch oder koche etwas Schönes. Mehr braucht es nicht.

strich

Harald Glööckler im Internet:
Offizielle Webseite

strich
Dir gefällt 5einhalb.de? Folge uns in den sozialen Netzwerken! 5einhalb.de auf Facebook 5einhalb.de auf Google+ RSS Feed abonnieren