Sie liebt die Herausforderung an neuen Drehorten

Aline Hochscheid grünes Kleid

Kurzinfo Aline Hochscheid

Bekannt wurde sie als Jackie Lamers in der ARD-Soap Verbotene Liebe. Es folgten, neben einem festen Engagement bei Küstenwache, Der Landarzt, Familie Kleist, Zwei Profis und Halt durch Paul unzählige Rollen in weiteren Fernsehfilmen. Aline Hochscheid ist nun schon viele Jahre eine gefragte Schauspielerin, und mittlerweile stolze Mutter eines Sohnes. In einem sehr aufschlussreichen Interview durfte ich feststellen, dass sie nicht nur überaus sympathisch ist, sondern auch abseits ihres Berufes viel zu erzählen hat.

Das Interview

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Norman Habenicht: Sie spielten fast fünf Jahre lang die Rolle der Jackie Lamers in “Verbotene Liebe”. Wären die Strapazen der Dreharbeiten einer Daily Soap heutzutage noch vorstellbar für Sie?

Aline Hochscheid: Es waren sicherlich anstrengende, aber auch sehr schöne dreieinhalb Jahre bei der “Verbotenen Liebe”. Ich habe noch immer Kontakt zu einigen Leuten von damals, die heute aus meinem Freundeskreis nicht mehr wegzudenken sind. Außerdem hatte ich, als ich bei VL anfing, keinerlei Dreherfahrung und habe dort sehr viel gelernt. Da ich bereits von der Soap bis hin zum Kinofilm in allen Formaten gespielt habe kann ich sagen, dass jede Art von Dreharbeiten grundsätzlich sehr viel Energie, Konzentration und Anstrengung erfordern, allerdings in unterschiedlichen Bereichen. Bei einem Soap Format geht es darum möglichst viele Filmminuten an einem Tag zu produzieren. So entsteht pro Tag Material für etwas mehr als eine Folge. Man muss als Schauspieler fähig sein diesem Druck stand zu halten, man muss Szenen sehr schnell begreifen und umsetzen können, um in einem solchen Format zu bestehen. Durch diesen Zeitdruck bleibt jedoch so gut wie keine Zeit einzelne Szenen in Ruhe zu besprechen und zu proben, das fand ich sehr schade. Die intensive Arbeit an den Figuren und Szenen hat mir dort gefehlt.

Eines der Dinge, die ich an meinem Beruf am liebsten mag ist immer wieder an neue Sets zu kommen und dort jedes Mal auf neue, dem jeweiligen Dreh eigene Bedingungen zu stoßen.

Norman Habenicht: Daily Soap, TV-Serien, TV-Filme, Kino. Sie haben mittlerweile schon fast alle Facetten Ihres Berufs kennenlernen dürfen. Welche Form der Dreharbeiten gefällt Ihnen persönlich am besten und warum?

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Aline Hochscheid: Je mehr Zeit man für die einzelnen Szenen hat, desto intensiver kann man zusammen mit der Regie daran arbeiten. Da es diese Drehbedingungen nur am Set von TV,- und Kinofilmen gibt, gefällt mir persönlich diese Form der Arbeit am besten. Allerdings mag ich an Serienformaten sehr gerne, dass man über einen teilweise sehr langen Zeitraum mit dem gleichen Team zusammenarbeitet. Die Zeit bei der “Küstenwache” habe ich aufgrund des wunderbaren Teams wirklich genossen.

Norman Habenicht: Wenn ich richtig recherchiert habe, haben Sie schon an knapp 30 verschiedenen TV- Produktionen mitgewirkt. Mit welcher verbinden Sie die schönsten Erinnerungen und wo haben Sie am meisten gelernt?

Aline Hochscheid: Eines der Dinge, die ich an meinem Beruf am liebsten mag ist immer wieder an neue Sets zu kommen und dort jedes Mal auf neue, dem jeweiligen Dreh eigene Bedingungen zu stoßen. Außerdem trifft man neben alten Bekannten immer wieder auf neue Leute. So gibt es an jedem Set auch immer Dinge die man über sich und den Beruf lernt. Ich finde es großartig die Möglichkeit zu haben mir die Offenheit zu bewahren immer weiter zu lernen. Das kann manchmal sehr anstrengend sein, bringt mich aber im Ergebnis persönlich weiter. Die schönsten Erinnerungen verbinde ich wie schon erwähnt mit meiner Zeit bei der “Küstenwache”. Wir hatten dort sehr viel Spaß und es war immer wieder ein Erlebnis früh morgens bei Sonnenaufgang auf die Ostsee hinaus zu fahren.

Norman Habenicht: Mit 4 Jahren wollten Sie Bundeskanzlerin werden. Ist Angela Merkel ein adäquater Ersatz für Sie, oder wo sehen Sie noch Steigerungspotenzial bei der Regierung?

Aline Hochscheid: Mit meinen vier Jahren habe ich damals anscheinend schon gespürt, dass für beide Berufe ein gewisses schauspielerisches Talent erforderlich ist. Ich bin sehr froh, dass Frau Merkel nun im Kanzleramt sitzt und ich in verschiedene Rollen schlüpfen darf. Natürlich gibt es bei jeder Regierung immer Steigerungspotenzial. Das Vermeiden von unnötigem Leid ist mir ein großes Anliegen. Ich selbst bin seit über 25 Jahren Vegetarier und würde mich freuen, wenn sich die Regierung mehr im Bereich Tierschutz, insbesondere zum Schutz der Tiere in Massentierhaltung/Fischfang einsetzen würde.

Als Mutter eines kleinen Sohnes und aufgrund meines Regiestudiums, habe ich noch keine Zeit gefunden das Netz für mich zu erobern.

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Norman Habenicht: Viele Prominente halten ihre Fans via Facebook oder Twitter auf dem Laufenden und geben teils intime Einblicke in die Privatsphäre preis. Wie stehen Sie persönlich zu dem Thema?

Aline Hochscheid: Ich denke jeder soll was und soviel er möchte im Internet von sich preisgeben. Als Mutter eines kleinen Sohnes und aufgrund meines Regiestudiums, habe ich noch keine Zeit gefunden das Netz für mich zu erobern. Gerne würde ich dort, neben den üblichen Autogramm,- und Interviewanfragen in Zukunft für meine Fans erreichbar sein. Über alles was meinen Beruf angeht stehe ich Rede und Antwort. Private Dinge im Netz zu verbreiten, sehe ich eher Kritisch.

Norman Habenicht: Wie sehen Ihre beruflichen Pläne aus? Gibt es schon konkrete Projekte, auf die sich Ihre Fans jetzt schon freuen dürfen?

Aline Hochscheid: Ich studiere momentan Regie an der IFS Köln, daher werde ich in nächster Zeit, erst mal weniger Rollen annehmen, um mich voll auf mein Studium konzentrieren zu können. Im Herbst 2014 werde ich aber auf jeden Fall in der ZDF Reihe “Katie Fforde” zu sehen sein, die wir im letzten Jahr in der Nähe von New York gedreht haben.

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Aline Hochscheid im Internet:
Offizielle Webseite
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