Society-Expertin bietet Hilfe bei Hashimoto

Vanessa Blumhagen Cover

Kurzinfo Vanessa Blumhagen

Sie weiß über alle Stars und Sternchen der Branche bestens Bescheid – kaum ein Geheimnis bleibt ihr verborgen. Vanessa Blumhagen ist seit vielen Jahren Society-Expertin und seit vergangenen Sommer zweimal pro Woche im Sat.1-Frühstücksfernsehen zu sehen. Dort plaudert sie munter aus dem Nähkästchen und bringt dabei spannende Promi-Geschichten in den richtigen Kontext. Darüber hinaus hat sich die Wahl-Hamburgerin dem Thema Hashimoto Thyreoiditis angenommen. Eine weit verbreitete Autoimmunerkrankung, unter der allein in Deutschland mehr als 10 Millionen Menschen leiden. Das Problem: Nur die wenigsten wissen es.

Genügend Gesprächsstoff also für ein sehr kurzweiliges Gespräch unter zwei Menschen, die – warum auch immer – ein gesteigertes Interesse daran haben, etwas mehr als nur die äußere Fassade der in der Öffentlichkeit stehenden Personen kennenzulernen.

Das Interview

© Oliver Reetz

© Oliver Reetz

Norman Habenicht: Hi Vanessa! Vor meiner Recherche zu unserem Interview hatte ich noch nie etwas von Hashimoto gehört. Kannst du mir und unseren Lesern ein bisschen mehr über das Thema erzählen? Du hast sogar ein Buch mit dem Titel “Jeden Tag wurde ich dicker und müder” darüber geschrieben…

Vanessa Blumhagen: Hashimoto Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das eigene Immunsystem über Jahre hinweg die Schilddrüse zerstört. Obwohl es allein in Deutschland mehr als 10 Millionen Betroffene gibt, wissen leider auch viele Ärzte mit dieser Krankheit nicht richtig umzugehen. Ich habe fast vier Jahre nach der richtigen Diagnose gesucht, bis ich selbst darauf gekommen bin. Die Symptome sind vielfältig: Müdigkeit, Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen, Gewichtszunahme, Muskelschmerzen, Haarausfall, Allergien und und und. Bei jedem äußert sich Hashimoto anders. Neben Buch Nummer eins erscheint am 4. April das zweite Buch: “Die Hashimoto Diät“. Darin geht es nicht nur um’s Thema Abnehmen, sondern um eine Veränderung des eigenen Lifestyles, um diese Krankheit in den Griff zu bekommen. Außerdem betreibe ich die Website www.hashimoto-deutschland.de und die dazugehörige Facebookseite “Hashimoto Deutschland“, auf der sich Betroffene austauschen können, Trost finden und andere nach deren Erfahrungen mit der Krankheit fragen. Zudem mache Lesungen und organisiere Konferenzen zu dem Thema.

Bisschen Zeitung lesen, in der Gala blättern und dann morgens gemütlich bei Sat.1 auf dem Sofa plaudern. Ehrlich gesagt ist es nicht ganz so.

Norman Habenicht: Eine deiner Berufsbezeichnungen lautet “Society-Expertin”. Wie muss man sich deinen Arbeitsalltag vorstellen? Reicht das tägliche Studium der BILD-Zeitung da aus, um über Gott und die Welt Bescheid zu wissen?

Vanessa Blumhagen: So stellen sich die meisten das vor: Bisschen Zeitung lesen, in der Gala blättern und dann morgens gemütlich bei Sat.1 auf dem Sofa plaudern. Ehrlich gesagt ist es nicht ganz so. Ich bin in diesem “Zirkus” seit elf Jahren unterwegs, habe als Jungredakteurin bei der “Frau im Spiegel” angefangen und mir so über die Zeit meine Kontakte aufgebaut. Ich kenne die meisten deutschen und auch viele internationale Promis persönlich. Man könnte mich nachts um drei Uhr wecken und ich könnte aus dem Stand runterbeten, wer wie viele Kinder hat und von wem die sind. Dieses Hintergrundwissen braucht man einfach, um das aktuelle Geschehen ein zu ordnen. Es geht in meiner Position ja nicht darum, die Bild-Zeitungs-Artikel nach zu plappern, sondern zu erklären, was da gerade warum passiert ist. Je unterhaltsamer, je frecher, desto besser. Allerdings, all zu unverschämt darf man dabei nicht sein. Ich weiß, dass die meisten Leute, über die ich spreche, zuschauen…

© Oliver Reetz

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Norman Habenicht: Nach ein paar Jahren als Sportjournalist habe ich irgendwann gedacht: “Och nöö, bitte nicht schon wieder der nächste Klops von Loddar, die nächste Disco-Affäre von Mario Basler oder schon wieder ein Strafzettel für Oliver Kahn.” Gibt es bei dir nicht auch manchmal Phasen, in denen dir dieser ganze Zirkus komplett auf den Geist geht?

Vanessa Blumhagen: Auf den Geist gehen mir die Stories nicht. Ich bin nur nicht mehr so entsetzt über die meisten Geschichten. Das ist eben mein Job. Ein Arzt erlebt auch schlimme Schicksale in seinem Klinikalltag und geht dann trotzdem mit den Kollegen Mittagessen. Irgendwann wird alles eher Routine. Und bevor eine News in der Zeitung steht, habe ich sie schon kommen sehen. Die Promi- und Presse-Szene ist wie ein Dorf. Da kennt jeder jeden. Es bleibt nichts lange geheim. Mein Privatleben erdet mich und holt mich immer wieder in die Normalität zurück. Das ist nämlich der totale Gegensatz zu dieser verrückten, manchmal auch fragwürdigen Glitzerwelt, eigentlich schon fast langweilig.

Norman Habenicht: In gewisser Weise hast du die Stars und Sternchen der deutschen Szene ja im Schwitzkasten. Hat schon mal jemand versucht dich zu bestechen, um eine bessere Presse zu bekommen oder schleimen sich einige womöglich auf andere Art bei dir ein?

Vanessa Blumhagen: Die sind schon alle sehr nett zu mir. Ich hoffe natürlich, weil ich eigentlich auch ein ganz liebes Mädchen bin… Im Ernst: Wir machen da alle nur unseren Job. Ich bin niemand, der Promis in die Pfanne haut, nur um selbst gut da zu stehen. Wenn ich über eine Geschichte reden soll und die betreffende Person näher kenne, rufe ich sie/ihn am Abend vorher an und frage, was dahinter steckt. Die Wahrheit ist nämlich oft eine andere als die, die in der Zeitung steht. Und dann erzähle ich die “Originalversion”. Das honorieren die Prominenten schon. Ich bekomme oft nette SMS während der Sendung, oder sie bedanken sich beim nächsten Event, bei dem wir uns sehen. Es hat allerdings noch keiner versucht, mich zu bestechen. Vielleicht sollte ich ab und zu mal lauter sagen, was meine Lieblingsblumen sind. Fleurop liefert ja auch nach Hamburg!

© Oliver Reetz

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Das sind wirklich große Momente, in denen man dem Menschen gegenüber sitzt, nicht dem Hollywood-Star.

Norman Habenicht: Du hast im Laufe der Jahre nun schon unzählige Prominente kennen gelernt. Gab es in der Zeit eine oder zwei besonders herausragende Persönlichkeiten oder Treffen, die du nie vergessen wirst?

Vanessa Blumhagen: Ich erinnere mich natürlich an meinen “ersten Promi”: Das war Mario Adorf. Ihn habe ich vor 14 Jahren, da war ich süße 22, im Hamburger Hotel Louis C. Jacob an der Elbe zu einem Interview getroffen. Himmel, war ich nervös! Allgemein sind die Hollywoodstars toll, weil sie verstanden haben, dass sie mit ein paar Einblicken in ihr Privatleben ihren Film oder ihre Platte viel besser verkaufen. Lionel Richie konnte gar nicht mehr aufhören, durch meine kurzen Haare zu wuscheln, weil er den Schnitt so cool fand und hat dabei über seine Ex-Frau geplaudert und die vielen Badezimmer in seiner Villa. Michael Douglas habe ich am Tag, nachdem die Trennung von seiner Frau Catherine Zeta-Jones bekannt wurde, interviewt. Ich dachte, er wird nichts darüber sagen. Ganz zum Schluss habe ich ihn doch gefragt und er hat sehr einfühlsam erzählt, dass sie beide daran arbeiten, wieder zusammen zu kommen. Das sind wirklich große Momente, in denen man dem Menschen gegenüber sitzt, nicht dem Hollywood-Star.

Bitte vervollständige folgende Sätze:

Die Sendezeit des Sat.1-Frühstücksfernsehens… ist definitiv zu früh! Ich bin Langschläferin. Aber wenn ich im Studio ankomme, ist das Leid vergessen. Man ist nur noch von netten Menschen umgeben, die alle im gleichen Boot sitzen. Und der Job macht einfach Spaß.

Wenn ich mal von dem ganzen Trubel abschalten möchte,… fliege ich nach Südafrika. Das ist das Land, das meine Seele heilt. Hier tanke ich auf und bin einfach glücklich.

An der Stadt Hamburg mag ich besonders… das viele Wasser, das viele Grün, die herrliche Architektur und die Hanseaten. Hier gilt ein Wort noch. Man ist höflich und auf den zweiten Blick auch sehr herzlich. Als badisches Mädel habe ich hier meine Heimat gefunden.

Die ständige Kritik an Markus Lanz… ist im Fall von „Wetten, dass…?“ definitiv berechtigt. Er ist der falsche Mann für ein überaltertes Format. Das ZDF müsste schnell reagieren, damit die Marke „Markus Lanz“ nicht noch weiter beschädigt wird.

Was mir an meinem Job am meisten gefällt ist… dass er so vielfältig ist. Als Journalistin treffe ich besondere Menschen. Als Buchautorin kann ich anderen helfen, neuen Lebensmut zu schöpfen. Und als Besitzerin einer Luxuslashes Lounge für Wimpernverlängerung in Hamburg mache ich unsere Kundinnen glücklich.

strich

Vanessa Blumhagen im Internet:

Offizielle Webseite
Hashimoto Deutschland
Facebook Fanpage
Buchbestellung “Jeden Tag wurde ich dicker und müder”
Buchbestellung “Die Hashimoto-Diät”

strich
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2 Gedanken zu „Society-Expertin bietet Hilfe bei Hashimoto

  1. Hallo Vanessa, ziehst du dieses tolle grüne Hemd auch im FFS an? Möchte es gerne mal im Studio sehen. Danke und mach weiter so. LG Jing

Kommentare sind geschlossen.