Schon in der F-Jugend wollte er die eigenen Spiele kommentieren

Thomas Fleischmann Mütze Beitrag

Kurzinfo Thomas Fleischmann

Thomas Fleischmann hat seine TV-Karriere mit 21 Jahren bei Franken TV, dem RTL-Fenster in Nürnberg, begonnen. Schon während Praktikum und Volontariat in der Sportredaktion stand er live vor der Kamera. Später studierte er in Düsseldorf Sportmanagement und machte 2006 an der Sportschule Oberhaching die DFB-Trainer-Lizenz.

Seit 2011 ist Thomas Fleischmann exklusiv bei Sky Sport News HD zu sehen. Zusammen mit Kate Abdo präsentierte er den Sendestart bei Deutschlands erstem Sportnachrichtensender. Seitdem meldet er sich regelmäßig aus dem modernsten TV-Studio Europas.

Das Interview

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Norman Habenicht: Hi Thomas! Als Sportmoderator bist du derzeit hauptsächlich bei Sky Sport News HD im Einsatz. Was gefällt dir am besten an deinem Beruf?

Thomas Fleischmann: Zuallererst ist das natürlich die Leidenschaft, die zum Beruf geworden ist. Viele Menschen träumen immer davon. Ich kann wirklich sagen, dass aus einem Hobby mein Job geworden ist. Das macht mich glücklich. Und speziell bei Sky im Studio ist es für mich wie am Nabel des Sports zu sitzen. Ich bin zwar nicht im Stadion dabei, aber ich sehe gleichzeitig fünf Stadien auf einmal und bekomme alles mit, den kompletten Überblick. Ich sage immer, ich habe den schönsten Arbeitsplatz bei Sky – weil ich erstens mittendrin in der Sportwelt bin. Und ganz nebenbei kann ich – wenn ich mich umdrehe – auch noch sehen, wann der CEO zur Arbeit kommt, weil unser Studio im Herzen der Sky-Zentrale liegt. Ich sehe alles!

Schon als ich mit sechs Jahren mit meiner Sporttasche am Wochenende zu den Spielen der F-Jugend gelaufen bin, habe ich mir vorgestellt, jetzt live aus dem Stadion zu berichten – von unserem Spiel.

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Norman Habenicht: Gab es eine bestimmte Begebenheit, die diesen Berufswunsch ausgelöst hat, oder bist du eher zufällig in diese Branche gerutscht?

Thomas Fleischmann: Der Weg war ab und an von Zufällen begleitet, ja. Aber der Wunsch an sich war kein Zufall, das hatte ich mir schon ziemlich früh in den Kopf gesetzt. Auch wenn zwischendurch mal andere Wünsche dazwischen gefunkt hatten. Aber stärker als dieser war eben kein anderer. Schon als ich mit sechs Jahren mit meiner Sporttasche am Wochenende zu den Spielen der F-Jugend gelaufen bin, habe ich mir vorgestellt, jetzt live aus dem Stadion zu berichten – von unserem Spiel. Da war viel Kopfkino dabei. Ich hatte mir schon ganze Textpassagen eines Moderators oder Kommentators gedanklich zurechtgelegt. Irgendwie hat mich das nie wieder losgelassen. Und ich finde, es hat sich gelohnt daran zu glauben.

Norman Habenicht: Du hast täglich mit Sport zu tun. Wie sieht es mit deinen eigenen sportlichen Aktivitäten aus? Bleibt nach einem anstrengenden Tag im Studio dafür noch Zeit?

Thomas Fleischmann: Wenn man auf die Zeit wartet, dann sicher nicht. Man muss sich die Zeit schon nehmen. Das ist aber nicht nur in meiner Branche so. Aber in der Sky Redaktion weiß mittlerweile jeder, wie verrückt ich nach Sport bin. Das geht ab und an soweit, dass ich nach der Spätschicht nachts um eins noch im Fitness-Studio vorbeifahre. Wenn die Kollegen längst am Dösen sind, finde ich irgendwie Ruhe, um mein Programm zu machen. So an die fünfmal die Woche findet man mich schon dort. Das tut mir gut. Außerdem spiele ich selber nach wie vor sehr gerne Fußball oder Tennis, gehe schwimmen oder laufen. Und nicht zu vergessen der passive Sport: So oft wie möglich bin ich auch in den Stadien dieser Welt unterwegs. Denn der Fan in mir muss auch immer wieder raus.

Der Zuschauer merkt sehr schnell, wer sich verstellt und wer nicht. Deswegen sollte man das gar nicht erst versuchen.

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Norman Habenicht: Welcher deutsche Sportmoderator beeindruckt dich am meisten? Gibt es da ein Vorbild, oder sucht man sich die besten Eigenschaften von mehreren etablierten Kollegen?

Thomas Fleischmann: Ich habe Günter Jauch in seiner Zeit als Sportmoderator immer bewundert. Weil er es verstanden hat, die richtige Mischung aus Information und Unterhaltung zu finden. Einen Weg, den wir bei Sky auch verinnerlicht haben. Außerdem ist sein Stil zu moderieren, dem Zuschauer sehr nahe. Und das ist, denke ich, das Wichtigste. Trotzdem habe ich immer versucht, meine eigene Persönlichkeit zu zeigen und wollte nie jemanden kopieren oder nachahmen. Der Zuschauer merkt sehr schnell, wer sich verstellt und wer nicht. Deswegen sollte man das gar nicht erst versuchen.

Norman Habenicht: Was wünschst du dir für den weiteren Verlauf deiner Karriere? Gibt es eventuell bestimmte Formate, für die du gerne mal tätig sein würdest?

Thomas Fleischmann: Puh, es gibt so viele Sachen, die einem begegnen, wo man denkt, das könnte ich mir irgendwann auch gut vorstellen. Wie in vielen anderen Berufen, strebt man ja auch in diesem Job immer nach Höherem. Ich bin neugierig, wie ich es immer war, und bin gespannt, was noch kommt. Trotzdem bin ich momentan sehr glücklich mit meiner Position, weil ich mich mit Sky Sport News HD zu hundert Prozent identifizieren kann. Der Sender passt zu mir. Und solange das ein paar andere Leute auch noch denken, ist alles gut.

Bitte vervollständige folgende Sätze:

Die Tatsache, dass ich immer mehr weibliche Kolleginnen habe… ist eine Entwicklung der letzten Jahre.

Mein Lieblingsverein in der Fußball-Bundesliga… ist der FC Bayern.

Ein Wochenende ohne Sport… gibt es seit meinem 5. Lebensjahr nicht mehr.

Die Dominanz des FC Bayern München… ist die Summe vieler richtiger Entscheidungen und einfach nur atemberaubend.

Die Fernsehsendung, die ich fast nie verpasse… ist momentan House of Cards.

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Thomas Fleischmann im Internet:
Offizielle Webseite

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