Immer gute Laune dank Traumjob und Tankstelle

John Ment Trainingsjacke

Kurzinfo John Ment

In Hamburg und Umgebung ist er bekannt wie ein bunter Hund – ein wahres Urgestein in der Radiolandschaft rund um die Hansestadt. John Ment liebt und lebt das Radio. Die treuen Zuhörer merken das und honorieren es in ihrer schönsten und ehrlichsten Weise – sie schalten Radio Hamburg ein. Hier ist der 50-Jährige Leiter der Radio Hamburg-Morningshow und stellvertretender Programmdirektor.

Im folgenden äußerst unterhaltsamen Gespräch erzählt er von einem ganz besonders schönen Moment während seiner beruflichen Laufbahn, wie er als Fußball-Trainer seine Spieler motiviert und warum er froh ist, HSV-Fan zu sein.

Das Interview

Quelle: radiohamburg.de

Quelle: radiohamburg.de

Norman Habenicht: Hi John! Du bist täglich ab 5 Uhr auf Sendung mit der Radio Hamburg Morgenshow. Wie schaffst du es, jeden Morgen hellwach zu sein und gute Laune zu verbreiten? Du bist schließlich mitverantwortlich, wie die meisten Hamburger in den Tag starten…

John Ment: Ich stehe gerne morgens auf – das ist unheilbar, sagt mein Spezialistenteam aus New York. Hellwach bin ich durch meinen ersten Milchkaffee, den ich mir jeden Morgen um 4 Uhr an meiner Shell-Tanke hole! Und gute Laune habe ich jeden Morgen sowieso, denn – ICH DARF RADIO MACHEN!

Generell ist es einfach wichtig zu hören, welche unserer Auseinandersetzungen wir mit in die Show nehmen, wo es einen größten, gemeinsamen Nenner mit unserem Hörer gibt.

Norman Habenicht: Du hast täglich ein ganzes Team um dich herum. Kommt es da nicht automatisch häufiger mal zu Auseinandersetzungen mit den Kollegen, oder bekommt man das als Hörer nur nicht mit?

John Ment: Auseinandersetzungen sind normal – aber bisher gab es wirklich nix ernstes und wenn, dann nur zu Sachthemen der Morningshow. Generell ist es einfach wichtig zu hören, welche unserer Auseinandersetzungen wir mit in die Show nehmen, wo es einen größten, gemeinsamen Nenner mit unserem Hörer gibt. Regt er sich über das Gleiche auf? Gibt es da interessante Reibungen? Ansonsten verstehen wir 3 uns ganz besonders gut: Anke, Horst und ich! Aber versucht mal, einen Pullover mit 3 Halsöffnungen zu finden….

Norman Habenicht: Du bist jetzt seit 1985 als Radiomoderator tätig. Inwiefern hat sich die Arbeit in der Zeit verändert?

John Ment: 1985 habe ich angefangen – wow – ja, seitdem ist viel passiert! Die Uhrzeiten sind morgens zum Glück die Gleichen geblieben. Allerdings ist heute alles digitalisiert, bis auf den Kaffee. Haben wir 1985 noch die Nadel auf das Vinyl gelegt, fahren wir heute alles aus einem oder 2 Computern. Sicher hat sich zu 1985 auch das Humorverständnis des Hörers verändert – es ist deutlich gelockerter als seinerzeit. Verändert hat sich auch, dass gerade in den Sendern sehr viel strategischer gearbeitet wird. Und somit viel professioneller. Man schaut im Hause genau, wen wollen wir womit erreichen. Inwiefern trägt es zu unserem Image bei? Hilft es uns oder nicht? Und es gibt nicht mehr den klassischen “Beitrag”. Heute wird alles um den Moderator der Morningshow herumgebaut und er “spielt” eher mit den O-Tönen und prägt sie mit seinem Stempel.

Einmal war am Ende nach der TOP 1 gegen 21 Uhr noch mein Sohn mit mir auf der Bühne, als schon alle wieder nach Hause gingen. Ein ganz besonderer Moment!

Norman Habenicht: Wir teilen dieser Tage das gleiche Schicksal. Als HSV-Fan muss ich mir täglich Hohn und Spott gefallen lassen, und kann es den Leuten noch nicht mal übel nehmen. Sieht es bei dir ähnlich aus? Hast du eine Idee, wie wir da unten wieder rauskommen? Als Trainer einer Jugendmannschaft hast du doch bestimmt einige Ideen…

Quelle: radiohamburg.de

Quelle: radiohamburg.de

John Ment: Ich bin froh, HSV–Fan zu sein – und das in guten wie in sehr guten Tagen. Das ist ja wie bei einer Ehe. Wenn es mal nicht läuft, kann man ja nicht einfach den Partner tauschen. Und die “Task Force Slomka” ist natürlich ein Traum. Er hat genau den richtigen Ansatz gefunden als er sagte: “Die Spieler müssen auch mal wieder lachen!” Genau! Sage ich meinen Jungs in der alten D-Jugend beim SC Poppenbüttel auch immer, wenn es mal nicht läuft: Alles Einstellungssache! Brust raus und geht da als Jedi-Ritter auf den Platz!

Norman Habenicht: Nach mittlerweile knapp 30 Jahren im Beruf könntest du sicher fünf Bücher mit Anekdoten füllen. Welche Geschichte wird dir immer als besonders positiv im Gedächtnis bleiben, und welche Aktion hättest du im Nachhinein lieber nicht erlebt?

John Ment: Was werde ich immer positiv im Gedächtnis behalten? Als Moderator unseres Ostermegahit-Marathon “TOP 800″ am Ostermontag auf der Bühne zu stehen abends und mit 20.000 Fans die “TOP 20″ abzufeiern! Einmal war am Ende nach der TOP 1 gegen 21 Uhr noch mein Sohn mit mir auf der Bühne, als schon alle wieder nach Hause gingen. Ein ganz besonderer Moment! Was hätte ich lieber nicht erlebt? Bei einer Aktion von uns hieß es “Kohle oder Kneifen?” Die Hörer wurden auf der Straße von uns angesprochen und haben sich zum Beispiel mit einem Edding eine Zahnlücke gemalt. Wer das machte, bekam Geld (103 Euro 60, passend zu unserer Frequenz) – wer kniff, bekam nix. Hätte ich im Nachhinein vielleicht doch lieber nicht gemacht – zumal manch einer immer noch mit einer Edding-Zahnlücke oder einem Edding-Bart herumläuft….

Bitte vervollständige folgende Sätze:

Mein liebster Sender nach Radio Hamburg ist …der Tau-Sender. Ok – ihr wollte den Radiosender wissen? Dann ist es NDR Info. Viele ehemalige Radio Hamburg-Kollegen, die ein tolles Info-Programm auf die Beine stellen! Nur das Wetter könnte man dort etwas positiver verkaufen….

Ohne Musik wäre mein Leben …nicht mein Leben.

Der beste Entertainer im deutschen Fernsehen ist …Hape Kerkeling.

Wenn der HSV das nächste Mal einen wichtigen Titel holt …simse ich das zuerst meinem Kumpel Thorsten Hagens – er ist Werder-Fan!

Mein Sohn Liam sorgt dafür …dass ich jeden Tag stolzer bin, sein Vater zu sein

strich
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