Endlich angekommen – auf den Brettern, die die Welt bedeuten

Michaela Schaffrath Model

Kurzinfo Michaela Schaffrath

Sie begann ihre berufliche Karriere als Kinderkrankenschwester, und ist seit vielen Jahren ein bekanntes Gesicht im deutschen Fernsehen. Beim Dschungelcamp wurde sie Vize-Königin und beim Promi-Boxen ließ sie ihrer Kontrahentin Doro Pesch keine Chance. Doch die Zukunft scheint noch spannender zu werden, denn Michaela Schaffrath hat es jetzt auf die Theaterbühne geschafft. Mehr über ihre neuen Projekte, ihre Verwandlung vom hässlichen Entlein in einen schönen Schwan und warum sie fast wieder in ihren alten Beruf zurückgekehrt wäre, erfahrt ihr in folgendem Interview.

Das Interview

© Carlos Anthonyo

© Carlos Anthonyo

Norman Habenicht: Hallo Frau Schaffrath! Sie sind im vergangenen Jahr von Köln nach Hamburg gezogen. Was haben sie hier gefunden was Sie in Köln vermisst haben?

Michaela Schaffrath: Man kann Köln und Hamburg nicht wirklich miteinander vergleichen. Jede Stadt hat ihre schönen Seiten. Ich werde immer mit NRW verbunden bleiben, weil ich dort aufgewachsen bin und meine Familie dort wohnt. Aber ich wollte nach Hamburg, weil ich das Flair dieser Stadt mag, die Mentalität der Menschen, die Nähe zum Wasser und zu guter Letzt tut mir diese Stadt auch beruflich sehr gut.

Ich bin eines Tages, so mit Anfang 20, aufgewacht und habe mich in meiner Haut nicht mehr wohl gefühlt.

Norman Habenicht: Sie sind eine bildhübsche Frau, die von vielen Männern heiß umworben wird. Das war aber nicht immer so. In der Schuldisco wollte Sie niemand küssen, steht in Ihrem Buch. Wann hat sich das Blatt gewendet? Was hat auch in Ihrem Kopf stattfinden müssen, dass aus dem hässlichen Entlein ein schöner Schwan geworden ist?

Michaela Schaffrath: Zunächst vielen Dank für das Kompliment (lacht). Diese “Verwandlung” war ein langer Prozess, der fast 6 Monate gedauert hat. Ich bin eines Tages, so mit Anfang 20, aufgewacht und habe mich in meiner Haut nicht mehr wohl gefühlt. Von da an habe ich beschlossen, an mir zu arbeiten und habe meine Ernährung drastisch umgestellt und mindestens dreimal in der Woche Sport gemacht. Ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch; wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, dann ziehe ich das auch durch.

Norman Habenicht: Sie waren lange am Theater tätig und haben auch schon diverse TV-Produktionen erlebt. Wo sehen Sie eher Ihre Zukunft als Schauspielerin?

Michaela Schaffrath: In einer Kombination aus Beidem und das gelingt mir glücklicherweise so gut, dass ich mittlerweile von meinem Beruf leben kann. Das war leider Gottes nicht immer der Fall.

Norman Habenicht: Sie waren früher Kinderkrankenschwester. Können Sie sich auch eine Rückkehr in diesen Beruf – fernab der breiten Öffentlichkeit – vorstellen, oder gibt es bereits andere Pläne für die nahe Zukunft?

Michaela Schaffrath: Für die nahe Zukunft gibt es großartige Pläne im Theaterbereich. Zurzeit finden die Proben für das Stück “Urlaub mit Papa” in Braunschweig statt. Mit diesem Stück gehen wir ab dem 27. Februar zuerst auf Deutschland-Tournee und anschließend spielen wir bis zum 11. Mai in der Komödie am Altstadtmarkt. 2015 steht ein Krimistück in der Komödie am Altstadtmarkt an und das Erfolgsstück “Zärtliche Machos” wird sehr wahrscheinlich noch einmal in Düsseldorf und München aufgeführt. Aber generell kann ich mir durchaus vorstellen, wieder als Kinderkrankenschwester zu arbeiten und dann auch mit voller Überzeugung. Diese Frage habe ich mir 2010 ernsthaft gestellt, als es mir beruflich überhaupt nicht gut ging. Aber dann kamen die Anfragen für das Theater und die Frage stellte sich nicht mehr.

Diese Aufgabe erfüllt mich mit viel Freude und es führt dazu, dass man mit beiden Beinen auf dem Boden bleibt.

Norman Habenicht: Was viele vielleicht gar nicht mehr wissen – Sie waren 2008 im Dschungelcamp dabei und wurden hinter Ross Antony Zweitplatzierte. Haben Sie die Sendung dieses Jahr am Fernseher verfolgt? Welcher Teilnehmer hat Ihnen besonders gut und wer besonders schlecht gefallen?

Michaela Schaffrath: Das Dschungelcamp kann ich nur sporadisch verfolgen. Man sieht es natürlich mit ganz anderen Augen, wenn man schon mal selber dort war. Zum jetzigen Zeitpunkt gefällt mir Melanie ausgesprochen gut und ich hoffe, dass sie gewinnt. Larissa ist mir eindeutig zu anstrengend und ungreifbar. Wie man in der aktuellen Staffel gesehen hat ist es meiner Meinung nach besser, auch dort authentisch zu bleiben und sich nicht zu verstellen. Ob eine Strategie im Dschungelcamp etwas bringt, finde ich fragwürdig.

© excentric / Peter Blum

© excentric / Peter Blum

Norman Habenicht: Sie sind Schirmherrin der “Deutsche Selbsthilfe angeborener Immundefekte”, Botschafterin der DKMS und engagieren sich seit vielen Jahren aktiv im Kampf gegen den Brustkrebs. Wie kommt es zu dieser Vielzahl an wohltätigen Aktionen?

Michaela Schaffrath: Diese Engagements bedeuten mir sehr viel. Es ist mir wichtig, meine Prominenz als “Türöffner” zu nutzen, um auf diese Krankheitsbilder und die Behandlungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen. Von einer Vielzahl würde ich jetzt nicht sprechen. Ich setze mich bewusst für Organisationen ein, zu denen ich einen persönlichen Bezug habe aufgrund meiner Erfahrung als Kinderkrankenschwester. Diese Aufgabe erfüllt mich mit viel Freude und es führt dazu, dass man mit beiden Beinen auf dem Boden bleibt.

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Michaela Schaffrath im Internet:
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